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Film gleich Film? 6 Formen von Firmenvideos

THEMENREIHE IMAGEFILM

Alle sprechen immer von Imagefilmen – wir auch – doch dabei gibt es eine diffizilere Unterteilung von Firmen-Videos. Je nach Zweck oder Zielgruppe, kann es sich bei einem kommerziellen Film auch um ein Firmenvideo, ein Messevideo oder ein Eventvideo handeln. Wir haben mit Filmemacher Daniel Schenk gesprochen und uns über die verschiedenen Formen aufklären lassen.
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Diese Filme gibt es

Firmenvideo und Imagefilm – das sind die beiden geläufigsten Bezeichnungen und meist werden sie synonym verwendet. Viele Kunden wollen aber auch „Messefilme“, bei denen zunächst außer dem Ausstrahlungsort nichts weiter definiert ist. Hier nun die Unterscheidungen, die uns Daniel Schenk von Hunsrückvideo.de geliefert hat:

Firmenvideo

„Am ehesten lässt sich das Firmenvideo aber als der “kleine Bruder” vom Imagefilm bezeichnen. Aufbau und Botschaft sind ähnlich, wobei das Firmenvideo in der Regel dokumentarischer ist: Es wird meist in einem Zeitfenster von 2-4 Stunden der Betrieb vor Ort gefilmt und das, was an Tätigkeiten in dieser Zeit alles anfällt. Ein professioneller Sprecher und/oder Texteinblendungen unterlegen die Bilder dabei mit wesentlichen Informationen. Die Länge variiert zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten.“


Imagefilm

„Von einem Imagefilm selbst reden wir, wenn wir einen klassischen Imagefilm meinen – also eine aufwändigere Vorstellung des Betriebs. Auch hier werden Betriebsabläufe dokumentiert und ein Sprecher gibt zusätzliche Informationen, doch die Produktionsqualität ist höher, die Geschichte wird aufwändiger und mit Storyboards vorbereitet, es wird die Unternehmensphilosophie stärker eingearbeitet und Emotionen werden durch eine noch raffiniertere Gestaltung zielstrebiger gelenkt. Ein Imagefilm ist selten kürzer als 3 Minuten und kann bis zu 15 Minuten lang werden.“

Eventvideos

„Bei Eventvideos liegt der Schwerpunkt auf der Dokumentation einer Veranstaltung, sei es ein Tag der offenen Tür, ein Mitarbeiter-Kongress oder ein PR-Projekt. Manchmal geht es um die Dokumentation des gesamten Events, zum Beispiel beim Vortrag eines externen Redners. Dann hat das Video rein informativen Charakter. Doch manchmal soll auch nur ein kurzer Beitrag entstehen, der die Highlights einer Veranstaltung zeigt. Ein solcher Beitrag kann durchaus als Spielart des Imagefilms verstanden werden, wenn er zum Beispiel das soziale Engagement des Unternehmens herausstellt. Es hängt also auch immer von der Art des Events ab.“

Zusammenfassend kann man sagen, dass bei solchen Filmen nicht die werbende Funktion im Vordergrund steht, sondern vielmehr ein informatives und sachliches Bild entstehen soll. Zwar mit positiver Färbung und dem Versuch, Sympathie zu wecken, dennoch dezenter in der Vermittlung.

Daneben gibt es laut Schenk noch klassische Firmenportraits oder Firmenchroniken, die die Historie eines Unternehmens erzählen. Produktvideos sind für ihn dagegen ein Hybrid aus Imagefilmen und Werbung. Und zu guter Letzt kann noch der Industriefilm genannt werden, der eine Mischung aus Image- und Produktvideo ist: „Auch hier wird das Unternehmen grundsätzlich vorgestellt, doch genauso werden seine industriellen und technischen Abläufe visualisiert, die oft komplex und erklärungsbedürftig sind – auch mithilfe von 3D Animationen und Infografiken. Der Industriefilm richtet sich in der Regel an ein noch begrenzteres Fachpublikum und geht für dieses stärker ins Detail.“

Wo werden Imagefilme eingesetzt?

Mögliche Kanäle für solche Filme sind dann Messen, die eigene Homepage oder auch Branchenverzeichnisse. Je nach Zielgruppe kann aber natürlich auch eine virale Verbreitung sinnvoll sein. Seltenere sind Filme auf kleinen Tablets, am sogenannten „Point-of-Sale“ – also etwa im Supermarkt oder in einem Geschäft.

Für wen sind welche Filme geeignet?

Für welche Art von Film man sich am Ende entscheidet, hängt natürlich auch sehr vom Unternehmen und der eigenen Kultur ab. Für Schenk gibt es eine grobe Faustregel, welche Filme zu welchem Unternehmen passen: „Kleine und mittelständische Dienstleister sind mit einem Firmenvideo gut versorgt. Industriegewerbe, die sich vor allem durch ihre technischen Anlagen und optimierten Prozesse auszeichnen, sind mit dem namensgebenden Industriefilm gut bedient, wohingegen Unternehmen mit schwerer zu definierenden Leistungen oder Alleinstellungsmerkmalen einen durchgestalteten, klassischen Imagefilm bevorzugen sollten. Ein traditionsreiches Familienunternehmen kann sich hingegen mit einer Firmenchronik Sympathien durch seine Beständigkeit und Hingabe verschaffen. Ein Eventvideo kann in allen Fällen eine günstige Alternative sein, wenn sich die Firma durch eine am Stück stattfindende, handlungsreiche Leistung auszeichnet.

Bild: © iStock.com/philipimage; © iStock.com/wellphoto


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