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Imagefilm oder Erklärvideo: Wie wird mein Unternehmen verstanden?

12. November 2015

Zur Kreation von Verständnis und Identifikationsankern für das eigene Unternehmen, präsentieren die einen ihre Geschichte in Form eines Imagefilms und die anderen mit Hilfe eines Erklärvideos. Aber ist Video nicht gleich Video? Klare Antwort: Nein! Detlev von exploqii.com erklärt den Unterschied.

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Das erste Kennenlernen per Video: Wir zeigen euch, wie ihr einen bleibenden Eindruck erzeugt.

Gestatten, das ist mein Unternehmen

Während unter einer Erklärung eine Mitteilung zur Darstellung von Zusammenhängen verstanden wird, steht ein Image für eine idealisierte Vorstellung einer Sache oder einer Person in der öffentlichen Meinung sowie Sicht eines Einzelnen. Übertragen auf Unternehmen geht es damit in beiden Fällen um die bewusste Positionierung der eigenen Firma. Trotzdem geschieht dies bei einem Imagefilm und einem Erklärvideo auf verschiedenen Wegen – welche das sind, verrät uns Detlev Weise, Geschäftsführer von exploqii.com. Mit ihren Smart-Videos verhilft die Agentur Produkten und Unternehmen zu öffentlichem Verständnis und präsentiert auf ihrem Blog Tipps zur Herstellung und Verbreitung von Erklärvideos. Unser Experte kennt damit die Tricks zur Produktion wirkungsvoller Unternehmenspräsentationen durch Kurzfilme.


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Kamer ab – für Imagefilm oder Erklärvideo?

Der Imagefilm: Die Aussagekraft der Bilder

Ziel eines Imagefilmes ist, „dass sich der Betrachter im wahrsten Sinne des Wortes ‘ein Bild’ machen kann: Vom Unternehmen, das sich vorstellt oder von einem bestimmten Produkt, das präsentiert wird. Anders als mit reiner Textinformation können Stimmungen und Emotionen so deutlich effektiver transportiert werden”, erklärt Detlev.

Auch wenn die eigentliche Information in den Textpassagen steckt: Die Aussagekraft eines Bildes kann ein Wort nicht erreichen. Unser Experte kennt die Hintergründe: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – ein altbekanntes Sprichwort. Aber es stimmt: Gerade unter dem Aspekt der Zeiteffizienz, kann ein Film die Kernbotschaften viel schneller überbringen. Gegenüber reiner Textinformation steigt die Erinnerungswahrscheinlichkeit um den Faktor 5, weil durch die Kombination aus bewegten Bildern, Sprechertext, Musik und Sound-Effekten mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen werden. Auch die Akzeptanz, durch das Lesen langer Texte Wissen aufzunehmen, ist allgemein rückläufig. Deshalb wird das Format Film immer attraktiver”.

Doch trotz dieser Stärken, ist ein Imagefilm nicht immer die beste Wahl: „Die Stärke des Formats liegt in seiner Emotionalität. Geht es darum, auch den Intellekt der Zielgruppe zu adressieren, reichen die dramaturgischen Mittel eines Imagefilms nicht aus. Ist die Zielgruppe „kritischer“, soll zusätzlich Wissen transferiert werden oder sind die Botschaften zu komplex, so ist das Format „Erklärfim“ besser geeignet”, so Detlev.

Erklärvideo

Erster Eindruck oder Erklärung von Hintergründen? Nach der Zielsetzung richtet sich die Auswahl des Formats.

Das Erklärvideo: Nicht nur sehen, sondern auch verstehen

Als größten Unterschied zwischen einem Imagefilm und einem Erklärvideo nennt Detlev die Relevanz des Texts: „Erklärfilme nutzen oftmals Storytelling als dramaturgisches Mittel. Während bei vielen Imagefilmen die Bildebene dominiert, spielt bei Erklär-Formaten die Audio-Spur die Hauptrolle. Die Verbindung zwischen Ohr und Gehirn stellt hier die wichtigere Datenleitung dar. Das heißt aber nicht, dass Erklärfilme deshalb grundsätzlich auf emotionale Elemente verzichten: Bilder und Animationen unterstützen das Verstehen des gesprochenen Wortes. Oft werden diese im Rahmen des Storytellings bewusst überzeichnet, um den Lernerfolg besonders prägnant zu gestalten.”

Diesen zu erzielen, ist vor allem relevant, „wenn überzeugt werden soll. Es geht um nachhaltige Informationsvermittlung und um das Gewinnen für Ideen und Verhaltensänderungen”, erklärt unser Experte. „Klassische Einsatzfelder sind die Produkt- und Service-Kommunikation, beispielsweise auf Websites, in Online-Shops oder im Vertrieb. Unternehmensintern werden Erklärformate eingesetzt, wenn es darum geht, Mitarbeiter für Veränderungsprozesse zu gewinnen, ihnen Leitbilder und Werte zu vermitteln oder im Rahmen der Weiterbildung Wissen zu vermitteln”.

Wie ein solcher Erklärfilm aussieht, zeigen wir euch hier:

Ob Imagefilm oder Erklärvideo: Wichtig ist, dass ihr mit dem Kurzfilm verstanden werdet. Überlegt euch deshalb zunächst genau, wofür ihr das Video einsetzt und was ihr damit erreichen wollt. Und dann ist nur noch eure Kreativität gefragt.
Bilder:Bild 1: © iStock / BernardaSv, Bild 2: © iStock / surely, Bild 3: © iStock / AndreyPopov, Video: © exploqii.com


Werbung nervt und ist trotzdem unverzichtbar. Zwischen zahlreichen langweiligen Spots, gibt es aber immer wieder kreative Lichtblicke. Diese zu erforschen, ist meine Leidenschaft.

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