“Schon mal gehört!” – Warum sich Radiowerbung lohnt!

30. November 2015

Für viele ist das Radio das erste, das uns am Tag erreicht: Ob Radio-Wecker, das Bad-Radio während dem Duschen oder das Küchenradio zum Kaffee – wir hören Radio, sogar sehr viel! Was seit den 1920ern bis heute – auch in Zeiten des Internetradios über Tablets, PCs und Smartphones – aus keinem Haushalt in Deutschland mehr wegzudenken ist, stellt weltweit den zweitgrößten Markt nach den USA dar. Wir haben mit Jens über das Label radiokreaktiv gesprochen, warum Radiowerbung so besonders ist und für wen sie sich lohnt.

Jens

Für Jens ist das Radio ein wichtiges “Nebenbei-Medium”.

Wieviel Radio wird gehört?

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) prognostiziert für die Radiobranche “Netto-Werbeumsätzen in Höhe 740 Millionen Euro im Gesamtjahr 2015. Für die Radio- und Audiowerbeumsätze wird mit einem leichten Anstieg um 0,3 Prozent auf etwa 750 Millionen Euro gerechnet”. Ohne Radio-Hörer wären diese Einnahmen aber kaum möglich und dass es davon viele gibt, ist unbezweifelt: Etwa Zweidrittel der Bevölkerung in Deutschland über 10 Jahren hören jeden Tag Radio und das nicht zu knapp, etwa 190 Minuten täglich läuft bei Radio-Hörern das Radio von Montag bis Freitag. Und auch die Tagesreichweite spricht Bände für einen Markt, den leider viele Unternehmen unterschätzen (Infos vom VPRT):

radiohoerer deutschland
hoerdauer
reichweite

Aber was macht Radio-Werbung so besonders?


Unser Ohr hat dauernd geöffnet!

Für Jens von radiokreaktiv ist das “Radio unangefochten das wichtigste ‚Nebenbei-Medium‘ – egal ob im Streaming-Dienst oder klassisch über UKW. Um mit Radiowerbung erreicht zu werden, benötigt es nicht die volle Aufmerksamkeit. Selbst passive Wahrnehmung führt zur Erinnerung der Marke und des Produkts: „Schon mal gehört!“ 78% der deutschsprachigen Bevölkerung hören täglich Radio zu Unterhaltungs- oder Informationszwecken. Ferner hat das Ohr 24/7 geöffnet, da kommt man immer rein! In der Langzeiterinnerung werden Botschaften aus der Radiowerbung abgespeichert – wie die berühmte Mundpropaganda.” Aus diesem Grund hat die Galoma Werbung GmbH auch ihr Label für Audioproduktionen gegründet, um Radio-Werbung gut und für Unternehmen besser zugänglich zu machen. Auf radiokreaktiv.de finden Interessierte Antworten auf wichtige Fragen zum Thema Radio-Werbung sowie Infos zur Erstellung der eigenen Radio-Marketing-Strategie.

Radio-Werbung für alle!

Auf die Frage, für welche Unternehmen Radiowerbung interessant sein könnte, hat Jens eine im ersten Moment etwas überraschend wirkende Antwort: “Für welche nicht?” Für ihn ist klar, dass das wesentlich einfacher zu beantworten wäre, denn “es gibt fast keine Branche, für die wir noch nicht gearbeitet haben – und sei es nur, um Mitarbeiter zu rekrutieren, freie Studienplätze zu besetzen oder der Allgemeinheit politische Maßnahmen zu erklären. Lediglich die Raumfahrtindustrie und Kläranlagen fehlen uns noch. – Noch!” Während die SprecherInnen auf Zielgruppe, Produkt und Stimmung hin ausgewählt werden müssen, gibt es auch Dinge, die es für alle Radio-Marketingbetreiber zu beachten gilt:

Für Jens sind die größten Don’ts im Radiomarketing:

  • “Texte aus Printkampagnen 1:1 für Radiowerbung übernehmen
  • Laien als Sprecher engagieren
  • Aktualität ungenutzt lassen . Nichts ist dümmer, als am Tag des Geschehens nur das Datum zu nennen.
  • Komplexe Zahlenwerke wie zum Beispiel Telefonnummern inklusive Vorwahlen: statt „Rufen Sie jetzt an: null siebenundsiebzig einunddreißig achthundertzehn neunundneunzig fünfzehn“ besser „Telefon Singen, acht eins null – neun neun – eins fünf“
  • Webadressen inklusive „www“, „Punkt“ und „Punkt“, „de“ zu sprechen (statt „www punkt werbezunder punkt de“ spricht man „werbezunder de“)
  • Lautes Schreien, Autohupen, schrille Fanfaren
  • Mediaplanung ohne exakte Zielgruppendefinition und -analyse
  • Einmalige Spotschaltungen
  • Medienwahl nach falschen Motiven („Unser Vorstand hört den Sender morgens…“)”

Wo liegt der Spot-Preis?

“Radiowerbung ist mit Anzeigenschaltungen vergleichbar. Wer in der lokalen Presse Anzeigen platziert, kann auch im lokalen Hörfunk werben. Wer nationale Titel belegt, wird im Radio ebenfalls fündig. In einer der ursprünglichen Gattungskampagnen (ZG Mittelstand, kleine Unternehmen) für ARD Sender habe ich eine Protagonistin sagen lassen: ‚Unsere Radiowerbung ist nicht teurer, als ein Satz Sommerreifen für deinen protzigen Amischlitten.‘ Das trifft es noch immer recht gut.” – Na dann, nix wie ran ans Radio-Marketing, es könnte sich lohnen.

Wir bedanken uns herzlich bei Jens für das Interview und die schönen Bilder und wünschen euch fröhliches Schalten!


Ob Online oder Print – gut soll es aussehen und die richtige Message muss ankommen. Nicht nur der Blick auf das Endprodukt, sondern auch auf die Ideengeber und die grafische Gestaltung ist mir wichtig, daher liegen mir die Themen Menschen, Design und Marketing besonders am Herzen.

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