Social Media für Unternehmen


Social Media als Kommunikationsmittel für das Unternehmen – Ja oder Nein? Diese Frage sollte sich heutzutage kaum noch stellen, dennoch sind viele Unternehmen sich über den Nutzen – trotz der enormen Verbreitung – unsicher. Die Auswahl an unterschiedlichen Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. sorgt für zusätzliche Verwirrung. Welches soziale Netzwerk eignet sich für welches Unternehmen?

"Mark Zuckerberg - South by Southwest 2008" by Jason McELweenie - originally posted to Flickr as Mark Zuckerberg Facebook SXSWi 2008 Keynote. Licensed under Creative Commons Attribution 2.0 via Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mark_Zuckerberg_-_South_by_Southwest_2008.jpg#mediaviewer/Fitxategi:Mark_Zuckerberg_-_South_by_Southwest_2008.jpg

“Mark Zuckerberg – South by Southwest 2008” by Jason McELweenie – originally posted to Flickr as Mark Zuckerberg Facebook SXSWi 2008 Keynote. Licensed under Creative Commons Attribution 2.0 via Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mark_Zuckerberg_-_South_by_Southwest_2008.jpg#mediaviewer/Fitxategi:Mark_Zuckerberg_-_South_by_Southwest_2008.jpg

Die (nicht mehr ganz so) neue Form des Marketings

Die Nutzung von sozialen Netzwerken gehört für den Großteil unserer Gesellschaft zum Alltag. Das ist nichts Neues, doch trotzdem haben sich viele Unternehmen in den letzten Jahren penetrant gegen die Integration von Social Media in die Kommunikationsabteilungen gewehrt. „Viel zu aufwändig und teuer!“, „Meine Kunden sind sowieso nicht auf Facebook & Co.!“ oder „Kaum Reichweite, das lohnt sich nicht!“, meinten sie. Doch mittlerweile erkennen viele, dass sie an den sozialen Netzwerken nicht mehr vorbeikommen. Laut einer Studie der Bitkom, dem deutschen Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, nutze fast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (47 Prozent) Social Media, weitere 15 Prozent planen die Nutzung bereits konkret. Außerdem ist der Social-Media-Einsatz bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Großunternehmen bereits gleich weit verbreitet. Sie haben langsam verstanden, dass Social Media ihre Unternehmenszukunft mitbestimmt, insbesondere dann, wenn die Wettbewerber auf Facebook und Twitter schon aktiv sind. Denn die Nutzerzahlen und damit auch die Möglichkeiten zur direkten Kommunikation mit möglichen Kunden wachsen in Deutschland stetig. Der durch Social Media geprägte Alltag der 14- bis 39-Jährigen sorgt dafür, dass diese auch für die Kontaktaufnahme und Kommunikation mit Firmen genutzt wird, Telefon und E-Mail sind passé (Quelle). Neben dem Kundendialog hat Social Media noch viel mehr Vorteile: durch das sogenannte Social CRM ( = Costumer Relationship Management) wird die Wahrnehmung der Marke bzw. des eigenen Unternehmens beeinflusst und hat somit einen direkte Auswirkungen auf die Kundenbindung.

 Gewusst wie!

Das funktioniert allerdings nur, wenn die Social-Media-Kanäle passend zur Strategie gewählt werden. Viele Unternehmen laufen der Masse hinterher und scheitern dann mit ihren Social Media Aktivitäten – der erwünschte Erfolg bleibt aus. Natürlich, Social Media zu machen ist einfach, man richtet sich einen kostenlosen Account ein und los geht’s. Doch wenn sich nach drei Monaten immer noch nur knapp 20 Twitter-Follower vorweisen lassen, geben viele Unternehmen wieder auf. Nicht jedes soziale Netzwerk ist für jedes Unternehmen geeignet. Je nach Größe, Branche und Zielen, sind unterschiedliche Kanäle wichtig und sollten – passend zur grundsätzlichen Social Media Strategie – gezielt ausgewählt werden.


 Welcher Kanal ist für welches Unternehmen geeignet?

1. Facebook

Mit knapp 974 Millionen Nutzer weltweit, davon über 25 Millionen in Deutschland, ist Facebook das Netzwerk mit der größten technischen Reichweite und kann daher für fast alle Social Media Ziele optimal genutzt werden. Außerdem hat man hier die Möglichkeit, mit dem Kunden direkt, beispielsweise über Privatnachrichten, zu kommunizieren. Egal, ob zur Gewinnung von Neukunden oder zur engeren Bindung bereits bestehender Kunden an das Unternehmen – die Vorteile von Facebook als Social-Media-Plattform für Firmen sind mehr als vielseitig. Aber Vorsicht: Auf Grund der Größe können hier Inhalte, die nicht gezielt auf Social Media ausgerichtet sind, schnell untergehen! Service-relevanter Content ist deswegen besonders wichtig, vor allem um auch dessen Verbreitung zu erhöhen.

2. Twitter

Twitter ist das perfekte Medium, um kurze und prägnante News zu verbreiten. In Statusmeldungen werden maximal 140 Zeichen „getwittert“, und dadurch öffentlich gemacht. Damit ist es eine schnelle und einfache Möglichkeit, spannende Neuigkeiten zum Unternehmen wie beispielsweise Produktneuheiten oder –entwicklungen zu verbreiten. Aber auch hier können durch direkte Dialoge mit anderen Nutzern Unternehmen die Kaufentscheidung von Kunden beeinflussen, indem sie sich als Experten bekannt machen, auf Fragen eingehen und so das Vertrauen in das Unternehmen steigern. 140 Millionen aktive User ermöglichen auch bei diesem Netzwerk eine hohe Reichweite.

3. Google+

359 Millionen Menschen verwenden Google+ mindestens einmal im Monat (Quelle) – damit verfügt es im Vergleich zu Facebook über wesentlich weniger aktive Nutzer. Seitdem Google das Social Network im Sommer 2011 herausbrachte, stiegen die Nutzerzahlen zwar kontinuierlich, dennoch hat sich die Plattform bei Weitem weniger verbreitet als manch anderes Netzwerk. Daher ist es hier als Unternehmen besonders wichtig zu schauen, ob die eigene Zielgruppe bei Google+ überhaupt unterwegs ist. Doch einen großen Vorteil bietet das Netzwerk allemal: Auf Google+-Seiten enthaltene Inhalte werden von Googles Suchmaschine besser gefunden und dadurch bevorzugt behandelt. Das heißt, dass gerade für Unternehmen, die einen Fokus auf ein gutes Google-Ranking legen, ein Google+ Account definitiv zu empfehlen ist.

4. Xing und LinkedIn

Die beiden Business-Plattformen haben sich vor allem im Bereich Recruitment etabliert. Während LinkedIn auf internationaler Basis (225 Millionen Mitglieder in mehr als 200 Länder) besonders bekannt ist, ist über die Hälfte der Xing-Mitglieder (insgesamt knapp 14 Millionen) in erster Linie im deutschsprachigen Raum zu finden (Quelle). Doch der amerikanische Netzwerker hat nun die Verfolgung aufgenommen. Im Laufe des letzten Jahres stieg die Zahl der Mitglieder von LinkedIn hierzulande um ein Drittel an. Innerhalb dieser Netzwerke suchen in erster Linie Arbeitgeber und Headhunter nach neuen Mitarbeitern, aber auch für Freelancer oder Selbstständige gibt es unzählige Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen. Als Firma empfiehlt es sich, eine eigene Unternehmensseite anzulegen.

5. Instagram

Jeden Tag werden 55 Millionen Bilder auf Instagram hochgeladen. 86,4 Millionen Kommentare werden unter die Bilder geschrieben und 691, 2 Millionen Instagram User liken die Fotos ihrer verschiedenen Feeds (Quelle). Das Foto-Sharing-Netzwerk ist längst nicht mehr nur bei Teenies und jungen Leuten beliebt, es wird auch immer mehr für Online-Marketing-Zwecke eingesetzt. Die visuell geprägte Kommunikation ist ideal, um optisch ansprechende Produkte oder Dienstleistungen werbewirksam zu veröffentlichen. Außerdem bietet Instagram ähnlich wie die Social-Bookmarking-Site Pinterest vor allem Unternehmen mit kreativem Content eine mögliche Plattform.

Egal, für welche Plattform man sich letztendlich entscheidet, Social Media ist heutzutage nicht nur Pflicht eines Unternehmens, sondern auch eine Kür und eröffnet vielfältige Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen – und so Kunden und Geschäftspartner zu gewinnen.

Und wer nun immer noch zweifelt, ob Social Media für das eigene Unternehmen wichtig ist, sollte sich unbedingt dieses Video ansehen: